Mit 90km/h durch die Wüste

Unsere Zeit in Adilaide war kurzweilig. Wir waren im Casino, in einer coolen Bar (mit einer sehr schlechten Band) und wir haben unsere eigene kleine Vanparty in einer ruhigen Straße gemacht. Außerdem haben wir einige Spaziergänge in der Stadt gemacht in der es nur so von verschiedensten Straßenkünstlern gewimmerlt hat. Auch das ein oder andere Käffchen haben wir geschlürft und uns in vielen Läden umgesehen.

 

Nachdem wir uns an einem sehr regnerischen Tag von Ian verabschiedet hatten, machten wir uns nun zu dritt auf den Weg in Richtung Wüste. Doch wir ließen uns Zeit.

 

Unseren ersten Stop hatten wir in der 400 Einwohner Bahnhofsstadt Snowtown. Blauäugig haben wir uns einfach auf den Parkplatz neben den öffentlichen Toiletten gestellt und uns eine gute Nacht gemacht.

Erst am nächsten Tag als wir in einer der entfernten Nachbarstädte einen Duschstop gemacht haben erfuhren wir, dass in jener kleinen Stadt namens Snowtown vor einigen Jahren ein wohl geistig gestörter 12-facher Mörder festgenommen wurde. Gut das wir das nicht vorher wussten... sonst hätten wir höchstwahrscheinlich in der Nacht kein Auge zugekriegt. Oder wir hätten einfach woanders geschlafen. 

Landschaftlich gab es bis zu unserem nächsten Schlafplatz nicht viel zu sehen. Aber wir nächtigten in einer der unspektakulärsten aber der wohl windigsten Bucht überhaupt und die Männer versuchten ihr Glück beim fischen. Leider erfolglos.

 

Nun begannen wir die Wüste zu durchqueren. Und unsere Wüstenerfahrung fing sehr einprägsam an. Wir hatten unsere erste Panne. 

Eine kleine Unachtsamkeit genügt um einen Hinterreifen platzer zu lassen. Doch mit dem Werkzeug aus zwei Toyota Hiace konnten wir unseren Reifen wechseln und kamen ohne Probleme in die nächste Stadt.

Unser Schlafplatz mit 3 gleichen und einem ganz uns gar anderem Reifen an unserem Auto war ein LKW Rastplatz neben einer Tankstelle. 

In der nächsten Stadt wechselten die netten Burschen von der Werkstadt unseren verflederten Reifen im Formel 1 Stil. Und wir konnten froh und um 126$ leichter unsere Reise fortsetzen. Auf uns wartete die längste gerade Straße Australiens mit 146km Länge. Man glaubt es nicht wie sehr sich die Wüste alle 100km ändert, wenn man nur genau hin sieht. Von absolut kahl und sandig, über kleine Buschgewächse bis hin zu großen Büschen und beblätterten und auch kahlen Bäumen ist alles dabei.

 

Nach drei weiteren Parkplätzen in der Wüste, einer weiteren "Fast-Panne", unserer ersten Polizeikontrolle und sehr viel Spaß zu fünft erreichten wir die schöne Stadt Esperance am 28.5. am Nachmittag.

15.6.11 15:39

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